PG/VG Verhältnis erklärt: technische Zusammenhänge

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Das PG/VG-Verhältnis beschreibt die mengenmäßige Zusammensetzung der beiden Hauptbestandteile von Liquids. Im Kontext von Vape- und Vaping-Systemen ist dieses Verhältnis ein zentraler, technisch erklärbarer Faktor für Verdampfungs- und Aerosoleigenschaften.

Beim Vaping bestimmt das PG/VG-Verhältnis grundlegende physikalische Eigenschaften des Liquids. Es handelt sich dabei um einen stofflichen Parameter, der das Verhalten im Verdampfungssystem maßgeblich prägt.

Technischer Kernmechanismus

Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG) unterscheiden sich deutlich in Viskosität, Verdampfungspunkt und Hygroskopie. Beim Erhitzen im Vape-System werden beide Stoffe gemeinsam in ein Aerosol überführt, wobei ihr jeweiliger Anteil beeinflusst, wie schnell Wärme aufgenommen wird und wie sich Tröpfchengröße sowie Dichte des entstehenden Aerosols ausbilden. Das Verhältnis der beiden Komponenten wirkt somit direkt auf die physikalische Stabilität des Verdampfungsprozesses.

Einflussfaktoren & Variablen

  • Viskosität: VG ist zähflüssiger als PG und verändert den Liquidfluss im System.
  • Wärmeaufnahme: PG reagiert schneller auf thermische Energie als VG.
  • Aerosolstruktur: Das Verhältnis beeinflusst Größe und Verteilung der Aerosolpartikel.
  • Kapillarwirkung: Unterschiedliche Fließeigenschaften wirken sich auf den Nachtransport aus.
  • Hygroskopie: PG bindet Feuchtigkeit stärker, was das Dampfverhalten beeinflussen kann.

Wahrnehmung im Nutzungskontext

In der Praxis zeigt sich, dass Nutzer Unterschiede im Dampfverhalten und in der sensorischen Wahrnehmung feststellen, ohne diese unmittelbar dem PG/VG-Verhältnis zuzuordnen. Häufig wahrgenommen werden Veränderungen in Dichte, Wärmegefühl oder Geschmacksintensität, die auf die unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften der beiden Grundstoffe zurückgehen.

Einordnung nach aktuellem Verständnis

Nach aktuellem technischen Verständnis gelten die grundlegenden Wirkmechanismen des PG/VG-Verhältnisses als gut erklärbar. Offen bleibt jedoch, wie stark einzelne Effekte im konkreten Nutzungskontext ausgeprägt sind, da weitere Variablen wie Bauart, Materialeigenschaften und Nutzungsdauer überlagert wirken können.

Übergeordnete Systemperspektive

Systemisch ist das PG/VG-Verhältnis Teil eines größeren Zusammenspiels aus Stoffeigenschaften, Wärmeübertragung und Aerosolphysik. Es bildet die Grundlage dafür, wie Liquid im Vape-System transportiert, erhitzt und in inhalierbaren Dampf überführt wird. Eine grundlegende stoffliche Einordnung der beiden Komponenten findet sich im Überblick zu Was ist VG/PG, während Abweichungen im Verdampfungsverhalten häufig im Zusammenhang mit Wahrnehmungen wie Vape schmeckt verbrannt eingeordnet werden.

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Miguel A.
Miguel A. ist Fachautor bei WeVape mit Schwerpunkt auf gesundheitlicher Einordnung, Nutzerpraxis und Harm-Reduction-Aspekten von E-Zigaretten im deutschen Kontext. Seine Beiträge basieren auf langjähriger Praxiserfahrung und der Einordnung offizieller Stellen.